Kältewelle in Deutschland – grüne Wiesen in Island
Während in Deutschland die Kältewelle mit viel Schnee für einen echten „isländischen“ Winter sorgte, hatten wir hier Plusgrade, Nebel und typisches norddeutsches Schmuddelwetter.

Wobei wir jetzt, wo in Deutschland Tauwetter ist, wieder etwas Schnee haben. Das ist aber vielleicht ganz gut, dass hier in Island nicht so sehr viel Schnee liegt, da im Zuge der staatlichen Sparmassnahmen auch grosse Einsparungen beim Schneeräumen geplant sind, so dass die kleineren Strassen kaum noch geräumt werden sollen. Gelegentlich wird mal für die Schulbusse geschoben, wobei die Schulkinder schon mit viel Freude Wetten abschliessen, ob der Bus durchkommt oder auch mal wieder nicht. Unser Schulbusfahrer (und Übernachbar von der anderen Seeseite) lässt immer abstimmen, ob alle mithelfen den Bus zu befreien oder auf Hilfe gewartet wird.

Ansonsten gibt es noch keine grosse Änderungen durch die Wirtschaftskrise. Es wird vermehrt über einen möglichen EU-Beitritt diskutiert, es sind aber weder Neuwahlen noch Volksabstimmungen geplant. Erstaunlicherweise sollen tatsächlich weitere Aluminiumwerke realisiert werden und viele wollen den Strom aus der Þjórsá haben, es fehlt nur noch das notwendige Kleingeld zum Bau der Wasserkraftwerke.

Bei uns auf dem Hof läuft aber alles gut, die Kühe geben viel Milch, die Schafe haben sich hoffentlich! alle decken lassen (wird sich im Mai zeigen) und die Pferde machen sich prima.

Ich werde so oft gefragt, was denn aus Lillifee geworden ist. Sie ist prächtig gewachsen und gar nicht mehr soo viel kleiner als die anderen Lämmer, wie man auf den Photos sieht!


Renate Hannemann und Arnar Jónsson - Herríðarhóli - 851 Hella - Ísland - herridarholl@herridarholl.is - www.herridarholl.is