Vulkanausbruch

Vielen Dank fuer die vielen Anfragen, ob es uns gut geht. Das ist ein tolles Gefuehl zu merken, wie viele Menschen sich um uns und unsere Tiere sorgen.

Der Vulkan ist etwa 60km von uns entfernt. Fuer diejenigen Leser, die schon einmal hier waren - die Wassermassen kommen direkt beim Seljalandsfoss vorbei. Der Seljalandsfoss ist der Wasserfall, hinter dem man herlaufen kann.
Direkt bedroht sind wir nur insofern, dass bei unguenstigen Windrichtungen die Asche zu uns kommen könnte, was bisher aber noch nicht der Fall war. Die Asche ist sehr stark fluorig und damit giftig, Langzeitschaeden sind wahrscheinlich fuer die Tiere, die die Asche z.B. ueber das Trinkwasser aufnehmen. Ausserdem sind in der Asche kleine glasartige Partikel, die die Atem- und Verdauungswege verletzen könnten, so dass u.U. innere Verletzungen die Folge sein könnten.
Welche Auswirkungen die Asche auf das Weideland hat, kann noch nicht vorausgesagt werden.
Die Bewohner im Gebiet Landeyjar und unter dem Eyjafjallajökull (das ist rechts und links entlang der Strasse in Richtung Skogar, angefangen hinter Hvolsvöllur) muessen immer wieder zwischenzeitlich ihre Höfe verlassen wenn akute Wassergefahr besteht - passiert ist aber bisher noch nichts. Eine Katastrophe waere eine grössere Flutwelle auch insofern, weil das gesamte Gebiet dort und die Vestmaennerinseln aus einer Quelle unter dem Eyjafjallajökull mit Trinkwasser versorgt werden. Die Wasserleitung geht entlang der beiden Bruecken, welche von dem Wasser bedroht werden.

Wie sich die Vulkanerruption weiter auswirken wird, weiss keiner. Der Aschefall wird vermutlich solange anhalten, solange noch Schmelzwasser in den Krater laufen wird, geschmolzen sind bisher erst etwa 20 - 30 % des Schnee und Eis.
Die Strasse wird sicherlich auch noch etwas laenger geschlossen bleiben. Daneben gibt es erste Anzeichen, dass der Vatnajökull auch ausbrechen könnte.

Aber nochmals - fuer uns besteht keine wirkliche Gefahr, wir haben noch grosse Heureserven und können die Pferde draussen notfalls noch lange mit Heu weiter fuettern, falls das neue Gras zu fluorreich sein sollte.
Danke fuer Eure Anteilnahme!

Renate Hannemann und Arnar Jónsson - Herríðarhóli - 851 Hella - Ísland - herridarholl@herridarholl.is - www.herridarholl.is